Als stünde man mitten in der Wüste!


Woran es liegt, dass Gemälde erstaunlich intensive Gefühle hervorrufen können, und was Kunst und Wissenschaft miteinander zu tun haben, darum geht es in diesem Blog Beitrag.

Manche wissen es, andere vielleicht noch nicht. Ich habe nicht Kunst studiert sondern bin über den kleinen Umweg durch die Physik zur Malerei gekommen. Ganz klar, dass mich Studien interessieren, die wissenschaftlich – zum Beispiel mit den Methoden der Neuro-Science – die Wirkung von Kunst auf uns Menschen erforschen.


So arbeitet unser Gehirn zum Beispiel auf Hochtouren, wenn wir versuchen, die Formen, Farben, Linien und Schatten eines abstrakten Gemäldes zu entschlüsseln. Je abstrakter die Kunst desto mehr wird unser Gehirn angespornt, selbst kreativ zu werden, sagt der Medizin-Nobelpreisträger Eric R. Kandel. Seine Durchblutung erhöht sich um 10% - und dieser Wert ähnelt dem, was passiert, wenn wir einen lieben Menschen erblicken.


Sowieso sind wir als Menschen darauf erpicht, das, was wir sehen zu interpretieren. Wir tun das von Geburt an und organisieren Formen und Muster auf eine möglichst sinnvolle Art und Weise. Das Ergebnis: In abstrakten Kunstwerken erkennen wir oft Gesichter oder Tiere. Denn unser Gehirn hat sich daran gewöhnt, den Kontext herzustellen und die Lücken zu schließen – also aus unvollständigen Informationen, Formen, Mustern auf Vertrautes zu schließen.


Der aus der Empathieforschung bekannte Effekt der Spiegelneuronen, hat ebenfalls Auswirkungen auf den Kunstgenuss: So verwandeln die Spiegelneuronen die bildlichen Reize eines Gemäldes in echte Emotionen, die wir als Betrachter spüren, ja erleben können. So kann ein Foto oder auch eine künstlerische Umsetzung einer Wüste die Erinnerung an Hitze, Wärme, Sonnenstrahlen auf unserer Haut wachrufen.


Probiere es doch einfach einmal aus – anhand meines Gemäldes „das leere Viertel“... (Eine meiner ganz frühen Arbeiten, die geprägt ist von einem längeren Aufenthalt in den Vereinigten Arabischen Emiraten.) Ich bin gespannt auf Dein Feedback!

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